Die Apostolische Nachfolge

von Martin Wolters

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Die Kirche unter der Diktatur in Albanien

 

In Albanien übernahmen nach dem Abzug der italienischen Besatzungstruppen im Jahr 1944 kommunistische Partisanen unter Enver Hoxha die Macht; 1946 wurde die Volksrepublik proklamiert. Das obskure Regime entwickelte sich neben Nordkorea zu der brutalsten Diktatur der Erde, und 1967 rief Hoxha das Land zum ersten atheistischen Staat der Welt aus. Auch nach dem Tod des Diktators 1982 besserte sich nichts, bis das System 1990 gestürzt wurde. Im Februar 1947 wurde Bischof Gjergj Volaj von Sapë als Märtyrer ermordet, und am 11. März 1948 wurde Bischof Frano Gjini von Lezhë erschossen, nachdem er sich der Gründung einer Nationalkirche verweigert hatte. Am 19.03.1949 schließlich starb Erzbischof Nikollë Vinçenc Prennushi, O. F. M., von Durrës im Gefängnis an den Folgen der Folter.

Zu Beginn der 1950er Jahre gab es noch einen einzigen Bischof im Land:

 

1911 - 1956 Bernardin Shllaku, O. F. M., Bischof von Pult.

 

Geheime Bischofsweihen 1952 - 1956:

20.04.1952: Ernest Maria Çoba, Ap. Administrator von Shkodrë, durch Bernardin Shllaku

20.04.1952: Pjetër Dema, Kapitularvikar von Durrës, durch Bernardin Shllaku

25.04.1957: Antonin Fishta, Kapitularvikar von Pult, durch Ernest Maria Çoba

25.03.1959: Nikollë Troshani, Ap. Administrator von Durrës und von Lezhë, vermutlich durch Ernest Maria Çoba .

Märtyrerbischof: Mgr. Antonin Fishta, O. F. M., von Pult

Weitere Weihen hat es offensichtlich nicht gegeben. Bischof Fishta starb 1980 im Gefängnis, und Bischof Çoba wurde im selben Jahr in der Haft von seinen Wächtern erschlagen.

Die ersten Weihen nach der Diktatur nahm Papst Johannes Paul II. am 25.04.1993 persönlich vor, als er Albanien besuchte:

 

Robert Ashta, O. F. M., Bischof von Pult

Frano Illia, Erzbischof von Shkodrë

Rrok K. Mirdita, Erzbischof von Durrës-Tirana

Zef Simoni, Weihbischof von Shkodrë.

 

Mikel Kardinal Koliqi und Ernest Kardinal Simoni

Im Konsistorium vom 26.11.1994 kreierte der Papst den 92-jährigen Prälaten Mikel Koliqi, lange Zeit Generalvikar von Shkodrë und für den Glauben im Gefängnis, zum ersten albanischen Kardinal. Die Bischofsweihe empfing er allerdings nicht. Papst Franziskus erhob im Konsistorium vom 19.11.2016 den aus der Erzdiözese Shkodrë-Pult stammenden Priester Ernest Simoni zum Kardinal, welcher seinerseits die Diktatur trotz Todesurteils überlebte.

Am 5. November 2016 sprach Papst Franziskus die Diener Gottes Erzbischof Nikollë Vinçenc Prennushi und Bischof Frano Gjini selig.

 

Die Fotos dieser Seite entstammen dem Archiv von Herrn Hofrat Dr. Manfred Kierein, Wien. Das Foto von Kardinal Simoni wurde von Herrn Holger Röhren, Paderborn, aufgenommen.

 

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